Recherchen Archiv

An dieser Stelle wollen wir über erfolgreiche Recherchen berichten. In manchen Fällen kommt man nach jahrelanger Sisyphusarbeit zum Ziel, ein anderes Mal bringt Väterchen Zufall die Lösung. Die ein oder andere Recherche wird sicher auch ungelöst bleiben.


Sept. 2018 – Der uns vorliegende Heiratsbrief Mai 1788 konnte nach Monaten langer Arbeit entschlüsselt / gelesen werden. 

Es geht um die Vermählung zwischen der Pfleg-Tochter der Karnermühle und dem Bauerngerberssohn in der zu Ende gehenden Markgrafenzeit.  Das bedeutet; es heirateten eine der reichsten Familien zusammen. In diesem Brief wurden alle Äcker und Wiesen aufgezählt die die Braut mitbringt. Interessant in diesem Fall sind die Zeugen seitens der Braut und des Bräutigams! Die meisten davon sind aktuelle Mitglieder des Magistrats. – So wussten die Reichen von Pegnitz was in dem Ehevertrag steht = So haben die wohlhabenden Bürger sich gegenseitig geschützt und gestützt.    

Falls aus dieser Ehe kein Leibeserbe entsteht,  fällt das Brautgut wieder an die Karnermühle zurück ! = Absicherung des Müllers!

Nachfolgend ein Auszug aus dem originalen Heiratsbrief:
Heiratsbrief-Auszug

08.02.2017 – Das auf dem Bild dargestellte Gerät wurde uns übergeben. Der Sinn und Zweck erschließt sich uns derzeit noch nicht. Wir schätzen das Alter auf ca. 50 Jahre. Wer kann Angaben zu diesem Gerät machen?
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Nach Anfrage bei mehreren Elektrotechnischen Museen, quer durch die Republik, kam vom Deutschem Historischem Museum in Berlin die Auflösung der Frage nach der Funktion und der Handhabung des „elektrischen Blasgerätes“.

Das Gerät nennt sich „Waschfix“ , gebaut von der Firma A. Weigandt in Frankfurt a. M. um 1958. Es ist die Weiterentwicklung eines Wäschestampfers und lt. Auskunft der Museen eine Rarität.

Zum Gebrauch: Das Gerät wird in einen Bottich gestellt, die Wäsche eingelegt, Wasser bis zur Hälfte des Gitters eingefüllt und über den Drehschalter eingeschaltet. Dabei drückt die Luft auch Wasser mit nach unten das zusammen durch die kleinen Löcher ausströmt. Durch das Sprudeln wird die Wäsche gereinigt.

Das Ganze hat nur einen Nachteil: Dieses Unikum darf nicht umfallen, denn der Elektromotor ist nicht wasserdicht! Wahrscheinlich ist dies der Grund für die geringe Verbreitung.

22.08.2016 – Ein Bild das uns viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Das Bild zeigt die Pegnitzer Jugendkompanie bei Schanzarbeiten am Schloßberg. Diese Arbeiten wurden zu Übungszwecken als Vorbereitung zum Einsatz im 1. Weltkrieg durchgeführt. Die Pegnitzer Kompanie gehörte zum Bayreuther Jugendbataillon. Das Bild wurde 1915/16 oberhalb des Wohnhauses vom Dr. Goering aufgenommen.

Erdarbeiten am Schloßberg

18.08.2016 – Auf einem vor 1933 aufgenommenen Bildes sind weiße Flecken auf der Wiese im Vordergrund zusehen. Hier wurden an vier Stellen mehrere Leinentücher zum Bleichen auf der Wiese ausgelegt. Die Tücher östlich, (rechts) neben dem Amtssteig, wurden für das Blau- oder Schwarzfärben vorbereitet.

Wiesweiher - Stadtkirche - Schloßberg vor 1933

Wiesweiher – Stadtkirche – Schloßberg vor 1933

09.07.2016 – Die Fahne des 1. Pegnitzer Radfahrer Clubs welche anlässlich der 650 Jahr Feier der Stadt Pegnitz das letzte mal der Öffentlichkeit gezeigt wurde ist wieder da! Des Rätsels Lösung: Ein Stadtmitarbeiter war beauftragt worden, eine passende Vitrine fertigen zu lassen, um dieDauerleihgabe – wie verlangt – in einem städtischen Gebäude ausstellen zu können. Als er kurz darauf längere Zeit wegen Krankheit fehlte, geriet in Vergessenheit, dass das Kleinod sicher in einem Schrank aufbewahrt war. Bei Umräumarbeiten wurde es jetzt wieder entdeckt.

Fahne Radfahrer Club Pegnitz